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Kulturtips

In der neu eingeführten Rubrik Kulturtips gibt es eine subjektive Auswahl von Hinweisen und kurzen Texten zu Kulturereignissen aus der näheren und weiteren Umgebung. Schauen Sie bei Interesse auch dort ab und zu hinein.

Veranstaltungen

Termine für aktuelle und für regelmäßig stattfindende Veranstaltungen in Elbenau finden Sie hier.

Aktuelle Informationen aus Elbenau und Umgebung – 2012

Archivierte Informationen aus den Vorjahren: 2011 2010 2009 2008 2007 2006

07.02. Termin für die Schadstoffentsorgung

In der kommenden Woche steht das Schadstoffmobil am 15.02. von 11:05 bis 12:00 Uhr in Alt Elbenau am Containerplatz. Gelegenheit, den Keller zu entrümpeln und die sich im vergangenen halben Jahr angesammelten Schadstoffe (z.B. Energiesparlampen, Farben, Lacke, Lösungsmittel usw.) sachgerecht zu entsorgen. Die Entsorgung ist kostenlos bzw. ist bereits in der Abfallgebühr enthalten. Weitere Informationen zu den Schadstoffen gibt es unter www.awb-salzlandkreis.de. Einziger Schwachpunkt ist die Zeit – die werktätige Bevölkerung muß in der Nachbarschaft fragen, ob jemand ihren Abfall mitnimmt.

06.02. Trotz des Hochwassers der Elbe – Grundwasserstand nur leicht gestiegen

Die Grafik links zeigt den aktuellen Blick auf das Grundwasser und den Pegel der Elbe. Das leichte Hochwasser der Elbe änderte nur wenig am niedrigen Grundwasserstand. Dieser stieg seit seinem Minimum im Dezember nur um etwa 15 Zentimeter an. Der Pegel der Elbe fällt seit einigen Tagen wieder stetig – durch die Frostperiode und den bisher nur geringen Schneefall ist für die nächste Zeit auch kein wesentlicher Anstieg zu erwarten.

06.02. Brand in Elbenau

In Elbenau kam es heute zu einem Brand in einem Einfamilienhaus. Ursache könnte nach Aussage der Feuerwehr die Elektroanlage gewesen sein. Die Feuerwehr war mit 4 Löschfahrzeugen vor Ort. Menschen wurden nicht verletzt.

04.02. Schlittschuhlaufen auf der Liesekuhle – Spaß für jung und alt

Der auf dem Eis der Liesekuhle liegende Schnee war schnell weggeschoben. Das Eis darunter erwies sich zwar als ein wenig holprig, war aber durchaus ausreichend zum Schlittschuhlaufen. Und so konnte man gut seine Runden drehen, hatten alle ihren Spaß auf dem Eis. Was auch an den Fotos (klicken zum Vergrößern) deutlich zu sehen ist.
Selbstverständlich ist die Bewegung in der klaren Winterluft auch sehr gesund, weshalb das Schlittschuhlaufen unter freiem Himmel zu den von den Krankenkassen empfohlenen sportlichen Betätigungen im Winter gehört.
Schlittschuhlaufen auf der Liesekuhle Schlittschuhlaufen auf der Liesekuhle Schlittschuhlaufen auf der Liesekuhle Schlittschuhlaufen auf der Liesekuhle Schlittschuhlaufen auf der Liesekuhle Schlittschuhlaufen auf der Liesekuhle Schlittschuhlaufen auf der Liesekuhle Schlittschuhlaufen auf der Liesekuhle


04.02. Eislaufsaison eröffnet

Plakat Eisregeln
Zehn Tage Dauerfrost, mit Temperaturen nachts unter zehn Grad Minus und am Tag auch weit unter Null, ließen die Eisdecke auf der Liesekuhle dick und fest werden. Auf der Liesekuhle wurden bei mehreren Probebohrungen Eisdicken zwischen 8 und 12 Zentimeter, an einer Stelle 14 Zentimeter gemessen. Wahrscheinlich gilt ähnliches auch für die Alte Elbe zwischen Haberlandbrücke und Alter Fähre, jedoch liegen dafür noch keine Messungen vor. Gemäß den Eisregeln der Wasserwacht des DRK sind 5 Zentimeter Eisdicke ausreichend für Einzelpersonen, 8 Zentimeter für Personengruppen und 12 Zentimeter für Schlittenfahrzeuge. Damit sind die gemessenen Eisdicken auf jeden Fall ausreichend für das Schlittschuhlaufen.
Aus rechtlichen Gründen muß an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, daß diese Mitteilung keine offizielle Freigabe darstellt und das Betreten des Eises auf eigene Gefahr erfolgt. Allerdings besteht aus früheren Jahren die Erfahrung, daß die Stadtverwaltung sich auch bei Eisdicken von über 20 Zentimetern nicht veranlaßt sieht, die Eisflächen freizugeben. Deshalb ist es allemal besser, sich selbst über die Sicherheit auf dem Eis zu informieren. Neben den Eisregeln der Wasserwacht können auch die Hinweise für das Verhalten auf dem Eis aus dem nebenstehenden Plakat des DRK (anklicken zum Vergrößern) genutzt werden (hier ist die pdf-Version zum Ausdrucken).
Früher hat man diese Hinweise selbstverständlich in der Schule gelernt – denken Sie also bitte daran, auch Ihren Kindern das richtige Verhalten auf dem Eis beizubringen.

29.01. Winterfreuden in Elbenau

Der Rodelberg in Alt Elbenau, auch bekannt als Hoffmanns Berg, ist die einzige Stelle in Elbenau, an der man mit dem Schlitten bergab fahren kann. Dabei ist die Bezeichnung "Berg" etwas übertrieben, handelt es sich doch lediglich um eine Erdaufschüttung aus der Zeit, als es noch keine Deiche gab und die ersten Häuser Elbenaus zum Schutz vor den regelmäßigen Überschwemmungen auf künstlich aufgeschütteten Hügeln gebaut wurden. So ist auch dieser Berg nur wenige Meter hoch.
Die Kinder aber freuen sich über diese Gelegenheit zum Rodeln, und die etwa 5 Zentimeter Neuschnee reichten bereits für den ersten Wintersport dieses Winters. Reichen dürfte der Schnee auch dafür, im Wald Ski zu fahren. Nur mit dem Schlittschuhlaufen auf der Liesekuhle muß man noch ein paar Tage warten, das Eis ist dort noch zu dünn. Am nächsten Wochenende könnte das bereits anders sein. (Auf die Bilder klicken für eine größere Ansicht)
Wintersport in Elbenau Wintersport in Elbenau Wintersport in Elbenau Wintersport in Elbenau Wintersport in Elbenau Wintersport in Elbenau


23.01. Seltenes Handwerk: der Buchbinder

MDR-aktuell
Pfarrer i. R. Rüdiger Meussling aus Elbenaus Nachbardorf Plötzky ist sicher vielen durch sein Engagement für die Pretziener Kirchenmusiken bekannt. Viel unbekannter ist, daß er nebenbei auch als Buchbinder tätig ist. Dieses alte, nur noch selten ausgeübte Handwerk nutzt er zum Restaurieren alter Bücher. In seiner Jugend lernte er es von seinem Großvater, von dem auch noch die alten Werkzeuge stammen. MDR aktuell hat ihn und seine Ehefrau Maria Meussling, auch im Ruhestand noch als Restauratorin aktiv, gestern in einem kurzen Film vorgestellt. Dieser Film ist in der MDR-Mediathek noch für eine Woche abrufbar. Hier ist der Link zur Sendung vom 22.01.2012. Dort ab etwa 15:10 min bis 18:05 min.

21.01. Sperrung der B246A – Verkehr rollt bis Februar durch Elbenau.

Brückenbaustelle Radweg unter der Brücke
Seit Anfang Januar ist die B246A wegen des Neubaus der Elbebrücke gesperrt. Wie auf dem linken Foto zu sehen ist, ist die Straße auch im wörtlichen Sinn dicht. Denn selbst wenn nicht Baumaterialien auf der Fahrbahn stehen würden – die Durchfahrt unter der Hilfskonstruktion, die die Holzform des Brückenkörpers abstützt, ist nur etwa 1,50 Meter hoch, so daß darunter allenfalls flache Sportwagen hindurch passen würden. Nach Auskunft des Landesbetriebes Bau in der Schönebecker Volksstimme wird die Sperrung noch bis Anfang Februar andauern. Bis dahin rollt der Verkehr der Bundesstraße durch Elbenau. Der Radweg auf dem Deich dagegen könnte bald wieder freigegeben werden, da die Hilfskonstruktion und die Schalung dort bereits teilweise abgebaut sind.
Derweil sieht man an der Baustelle viele Baustellentouristen, die vor Ort den Baufortschritt in Augenschein nehmen. Schließlich hat man nicht alle Tage eine derart große und wichtige Baustelle vor der eigenen Haustür.

21.01. Unfall auf glatter Fahrbahn

Samstag vor einer Woche geriet ein Fahrzeug auf der Straße zwischen Elbenau und Haberlandbrücke in einer Linkskurve ins Schleudern und kam von der Fahrbahn ab, worauf es dann umkippte. Ursache war die morgendliche Reifglätte auf der Fahrbahn. Glück im Unglück: es kam kein Gegenverkehr, so dass der Unfall glimpflich ausging und nur Sachschaden entstand.

18.01. Weitere Informationen zum Friedwald-Projekt in Elbenau

Die heutige Volksstimme druckte Antworten von Lesern ab, die dem gestrigen Aufruf gefolgt waren, ihre Meinung zu äußern. Das Echo der Volksstimme-Leser war durchweg positiv.
Mittlerweile liegen elbenau.de auch Antworten der Friedwald GmbH auf Fragen zum geplanten Friedwald Elbenau vor. Helge Hedtke von Friedwald wies darin ausdrücklich darauf hin, daß anders als im gestrigen Artikel in der Volksstimme dargestellt keine Änderungen im Flächennutzungsplan nötig seien, da der Wald wie bisher ein Wald im Sinn des sachsen-anhaltischen Waldgesetzes bleibe. Damit bleiben, wie er schreibt, auch "die Erholungsfunktion des Waldes und somit auch das freie Betretungsrecht im vollen Umfang erhalten", und "es gibt keinerlei Einschränkungen für Wanderer, Spaziergänger, Pilzsucher oder Radfahrer", der Wald bleibe "in all seiner Schönheit und Natürlichkeit erhalten". Auch werde ein Friedwald nicht eingezäunt oder abgesperrt. Da es keine Grabsteine oder Kreuze, keine Umzäunungen oder Rasenflächen gebe, wird der Wald nicht als durch die Nutzung geändert wahrgenommen. Einzig kleine Namensschilder an den Bäumen, eine Hinweistafel und eine abseits der Wege eingerichtete Andachtsfläche weisen auf die Nutzung des Waldes hin.
Aus Erfahrungen mit bereits existierenden Standorten berichtete er, daß es dort keine Konflikte zwischen der Nutzung des Waldes als Urnengrabstätte und der Nutzung durch Erholungssuchende, Wanderer, Radfahrer, spielende Kinder oder Hundehalter gebe. Personen, die sich für ein Urnengrab im Wald entscheiden, würden dies bewußt und im Wissen um eine natürliche Nutzung des Waldes tun. Die Orte mit Friedwäldern wiederum würden von einer positiven Außenwirkung, z.B. in den Medien profitieren.
Die derzeitigen Überlegungen sehen für einen Friedwald Elbenau die Nutzung einer Waldfläche vor, die südöstlich des Nachtigallenstiegs liegt und in Richtung Grünewalde bis zum Heuweg reicht. Bis an Wohngrundstücke wird die Friedwaldfläche nicht heranreichen.

Kommentar
Das positive Echo auf die Berichterstattung zum Friedwald-Projekt zeigt den Wunsch nach alternativen Bestattungsarten. Unter diesen ist die Nutzung eines natürlich erhaltenen Waldes eine Variante, die auch hier nachgefragt wird. Insofern stellt ein solches Angebot keine Konkurrenz zu normalen Friedhöfen dar, denn Menschen die sich zu solchen Bestattungsarten entschließen, werden diese ohnehin nutzen, wenn nicht vor Ort dann anderswo. Unter Berücksichtigung einer weiterhin uneingeschränkt Nutzung des Waldes sehe ich keine Gründe, die gegen die Nutzung des Waldes für Urnengräber sprechen. Ganz im Gegenteil, neben dem anscheinend vorhandenen Bedarf spricht auch dafür, daß unser Dorf durch einen "Friedwald Elbenau" eine größere und auch überregionale Bekanntheit erlangen würde. Die Verwaltung und der Stadtrat sollten das Projekt unterstützen. (tw)

17.01. Waldfriedhof im Nachtigallenstieg – bald in der Elbaue zur ewigen Ruhe liegen?

Nachtigallenstieg
Wie die Volksstimme heute schrieb, plant die Friedwald GmbH den Wald am Nachtigallenstieg zu pachten und dort einen Naturfriedhof für Baumbestattungen einzurichten. So wie es ihn bereits etwa 100 mal in Deutschland gibt. Voraussetzung dafür ist die Zustimmung und Mitwirkung der Stadt, die die verwaltungstechnischen Dinge regeln soll (wie sie es selbstverständlich auch bei den städtischen Friedhöfen tut). In der Volksstimme äußert sich die Stadtverwaltung zwiespältig, sagt einerseits, der Aufwand für die Stadt sei gering, beklagt andererseits den Aufwand für Flächennutzungspläne und die mangelnde Verträglichkeit mit eigenen Friedhofsplänen.
Die Volksstimme hat ihre Leser aufgerufen, ihre Meinung zu äußern. Aus Elbenauer Sicht scheint es ein interessantes Projekt zu sein, das unser kleines Dorf auch über die Grenzen Schönebecks hinaus ein wenig bekannter machen könnte – man denke nur beispielsweise an den gleichfalls im Wald liegenden Försterfriedhof bei Lödderitz, der in der Presse als idyllischer Platz auftaucht. Zugleich würde der Plan für einen dauerhaften Erhalt eines der letzten verbliebenen Waldstücke in der unmittelbaren Umgebung Schönebecks sorgen. Denn eine vertragliche Vereinbarung über den Erhalt des Waldes würde noch über den derzeitigen Schutzstatus des Biosphärenreservats Mittelelbe hinausgehen.
Dagegen scheinen die Argumente der Stadt gegen einen Friedwald abwegig zu sein. Vermutlich wird eine Baumbestattung in einem Wald anders als von der Stadt befürchtet nicht zu einer großen Konkurrenz für städtische Friedhöfe werden. Immerhin fehlt dabei ein von vielen traditionell gewünschtes Grab mit Grabstein und Blumenschmuck, erinnert einzig eine kleine Tafel an den Verstorbenen, dessen Urne neben einem Baum in der Erde versenkt wurde. Es werden also vor allem Naturliebhaber auch aus der weiteren Umgebung sein, die derartige neuartige Bestattungen erwägen und deren Angehörige dann nach Elbenau kommen werden. Auch ist die Frage nach einer Lage im Hochwassergebiet Unfug - denn der Nachtigallenstieg liegt selbstverständlich ebensowenig im Hochwassergebiet wie die Dörfer auf dem Elbenauer Werder, wie Elbenau, Grünewalde, Ranies, Calenberge Randau und Pechau. Deren Friedhöfe, wenn denn der Deich doch einmal brechen sollte, jedoch ebenso unter Wasser liegen würden.
Ausschlaggebend für eine Entscheidung sollten rein praktische Fragen der zukünftigen Nutzung des Waldes für die Elbenauer sein. Der Nachtigallenstieg ist schon seit Beginn der Ausflugskultur in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein Ziel der Schönebecker, die sonntags "über die Elbe" ins Grüne wanderten oder radelten, durch Elbenau hindurch und auch weiter. Bleiben also die zur Zeit bestehenden Waldwege und -pfade erhalten, darf auf den Wegen weiter gewandert und radgefahren werden, gibt es weder eine Einzäunung noch ein Friedhofstor, gibt es keine Einschränkungen durch den Wald zu spazieren, bleiben die Pflanzen des Waldes erhalten, so spricht nichts gegen die Einrichtung eines Naturfriedhofs. Dann können sich Leute, die den den Wald lieben, oder aus anderen Gründen eine alternative Bestattung wünschen, künftig im Elbenauer Wald bestatten lassen.

15.01. Hindernis im Elbenauer Landgraben

Hindernis im Graben
Das im Elbenauer Landgraben befindliche Hindernis aus etwa einen Meter hoch angehäuften Ästen, dass bereits vor einem Jahr zu einem Rückstau des Wassers führte, ist derzeit immer noch nicht beseitigt. Der Graben ist zur Zeit ohne Wasser – also beste Gelegenheit für den zuständigen Unterhaltungsverband Ehle-Ihle, den Graben zu beräumen. Bereits im Dezember 2011 wurde an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die Gräben nur an den Stellen ausgebaggert wurden, an die man mit Technik herankam.

01.01. Ananlyse des Grundwasserstandes des Vorjahres

Grundwasserstand 2011
Der hohe Grundwasserstand des Vorjahres war lange Zeit sowohl tagesaktuell als auch nachfolgend politisch ein vieldiskutiertes Thema. Wasserstände in dieser Höhe sind selten, aber nicht außergewöhnlich. In Elbenau treten sie etwa alle zehn Jahre in ähnlicher Höhe auf.
Die Ursachen sind im Wesentlichen auf die Lage Elbenaus im Urstromtal der Elbe auf einer Insel zwischen Elbe und Alter Elbe bzw. Umflutkanal und damit im Gebiet eines großen Grundwasserleiters, auf den Wasserspiegel der Elbe und auf Niederschläge bzw. die Schneeschmelze zurückzuführen. Im Gegensatz zu anderen Orten in der näheren Umgebung dürften Schichtenwasser oder Zusammenlaufen von Wasser von den Feldern keine Rolle spielen. Bedeutsam ist allerdings die Verteilung des bei Hochwasser zwangsläufig durch die Deiche sickernden Drängwassers. Dieses sammelt sich im Bereich zwischen den Deichen der Elbe und Alten Elbe, wird durch Gräben aufgenommen und der Alten Elbe zugeleitet.
Seit November 2010 wurden parallel zur Erfassung der Wetterdaten auch die Pegelstände der Elbe und des Grundwassers notiert. Das nebenstehende Diagramm (darauf klicken für eine größere Ansicht) zeigt einige interessante Details. Eingetragen sind darin die Pegelstände in Meter über Null (HN). Um die Höhenangaben besser vorstellbar zu machen, ist zusätzlich die Höhenlage der Randauer Straße eingetragen.
Die hohen Niederschläge des Jahres 2010 (vergleiche Wetterseite) reicherten den Boden bereits mit großen Mengen Wasser an. Zu dieser Wassermenge kamen dann die seit Ende November 2010 gefallenen und liegengebliebenen großen Schneemengen, die beim Tauwetter Anfang/Mitte Januar 2011 vollständig schmolzen. Dies geschah in großen Teilen des Einzugsgebietes der Elbe und führte zu einem Winterhochwasser, das zusätzlich Drängwasser aus dem Bereich der Deiche heranführte.
Interessant an der Grafik der Pegelwerte ist beispielsweise:
  • Der Einfluss der Öffnung des Pretziener Wehrs:
    Auf den Elbepegel wirken sich Öffnung (15.01.) bzw. Schließung (29.01.) des Wehrs mit wenigen Zentimetern Absenkung bzw. Anstieg des Pegels aus. Ebenso erhöht sich auch der Grundwasserpegel nochmals um wenige Zentimeter, möglicherweise durch das nun auch aus Richtung Umflutkanal hereindrückende Wasser verursacht. Zugleich sind auch die Gräben der Umgebung randvoll, das Wasser steht bis auf die Äcker.
  • Der Einfluss von Niederschlägen:
    Mit Ende des Hochwassers sank der Grundwasserstand kontinuierlich. Dieses Absinken hielt bis Ende 2011 beinahe ununterbrochen an. Die Niederschläge des Juli brachten (vermutlich durch Niederschlagsversickerung) zwar einen kurzzeitigen Anstieg, änderten an der Tendenz aber nichts. Niederschläge allein sind also nicht das Problem.
  • Der Einfluss des Elbepegels:
    Über dem Grundwasserpegel liegende Pegelstände der Elbe (März, Juli/August, Dezember 2011) wirkten sich nicht auf den Stand des Grundwassers aus. Dieser sank weiterhin und ist inzwischen bei einem Tiefststand von 45,14 m angekommen. Insbesondere kurzzeitige Pegelschwankungen der Elbe haben keinen kurzzeitigen Einfluss auf den Grundwasserpegel. Das Grundwasser im Grundwasserleiter bzw. im Urstromtal und das Wasser in der Elbe fließen weitgehend unabhängig voneinander. Änderungen des Grundwasserstandes erfolgen mit Zeitkonstanten im Bereich mehrerer Monate.
Der Zustand der Gräben wurde bereits mehrfach in der Presse und auch auf elbenau.de kritisch angemerkt. Zu beachten ist dabei allerdings, dass ein bloßes Ausbaggern der durch Elbenau hindurch zur Alten Elbe führenden Gräben nur dazu führt, daß das Wasser schneller zur Alten Elbe fließt – und sich dann um so stärker in Calenberge, Randau und Pechau staut. Bereits mit der aktuellen Gewässersituation war die Alten Elbe irgendwann voll – an der kurz hinter Elbenau liegenden Einmündung der Gräben in die Alte Elbe gab es de facto keinen Höhenunterschied mehr. Ein Ausbaggern allein der Gräben hätte am Rückstau also nichts geändert.
An einer Gesamtbetrachtung des Gebietes des Elbenauer Werders geht nichts vorbei. Ansonsten werden die Elbenauer Grundwasserprobleme nur auf die drei flussabwärts gelegenen Dörfer Calenberge, Randau und Pechau verlagert. Hilfreich könnte das Schaffen zusätzlichen Stauraums im Bereich der inzwischen größtenteils verlandeten Alten Elbe sein. Dazu müsste die Alte Elbe ausgebaggert, entschlammt und gewässertechnisch wieder durchgängig gemacht werden. Dieses Projekt (elbenau.de berichtete mehrfach darüber), das sowohl dem Natur- als auch dem Hochwasserschutz dienen würde, harrt immer noch der Umsetzung. Darüber hinaus scheint die Errichtung eines Schöpfwerkes notwendig zu sein, das ab einer bestimmten Wassermenge die Alte Elbe im Bereich der ursprünglichen Mündung in die Elbe entwässert.
Zum Thema Hochwasser und Grundwasser veröffentlichte die Schönebecker Volksstimme am 11.05.2011 ein interessantes Interview mit Dr. Manfred Sichting.

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Stand der Bearbeitung: (siehe Datum der jeweils oben stehenden aktuellsten Einträge)